Die Woche vom 28. September bis 2. Oktober 2026 war für uns keine gewöhnliche. Sie war ein Querschnitt durch alles, was das CFLab derzeit antreibt: Digitalisierung, Automatisierung und die Frage, wie aus einzelnen Technologien echte Fortschritte für die Baubranche werden. Wir waren auf vier Bühnen unterwegs, haben Ergebnisse vorgestellt, Netzwerke gepflegt und vor allem eines gespürt – Aufbruchstimmung.
Am Montag und Dienstag stand der Dialog „Zukunftsinvestitionen für die Digitale Transformation – KoPa 35c und Manufacturing-X“ auf dem Programm. Eingeladen hatten das VDI TZ und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Vor Ort vertreten waren Martin Hankel von Bosch Rexroth und Benjamin Beck vom CFLab.
Der Anlass war für uns besonders: Das Förderprogramm KoPa 35c ist der Rahmen unseres abgeschlossenen Verbundprojekts „Fluid 4.0„, das wir gemeinsam mit Bosch Rexroth koordiniert und bearbeitet haben. In den Gesprächen ging es um die Verstetigung der Projektergebnisse. Und um die Weiterentwicklung von der Digitalisierung hin zur industriellen KI.
Der Austausch war ehrlich und konstruktiv. Wir haben die Ergebnisse nicht schöngeredet. Entscheidend war für uns eine Erkenntnis, die über die reine Technik hinausgeht: Wer diese Themen skalieren will, braucht Business-Prozesse. Er braucht klare Mehrwerte für die Branche. Und er muss das gesamte Ökosystem mitnehmen – vom Startup über den Mittelstand bis zum Großunternehmen.
Am Dienstag folgten Dr. Volker Waurich und Prof. Dr. Frank Will der Einladung von Dirk Siewert zum Robotics Day des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie. Frank Will diskutierte in der Panelrunde „Robotik zwischen Forschung, Markt und Baustelle: Wie gelingt der Weg in die breite Anwendung?“. Volker Waurich nutzte den Tag, um bestehende Netzwerkkontakte zu pflegen und auszubauen.
Der Mittwoch brachte zwei Termine. In der FVB-Beiratssitzung stellte Benjamin Beck die „Zukunftsstudie für die Baumaschinenindustrie“ vor. Neben dem Rückblick auf erfolgreiche, vergangene Verbundprojekte und der aktuellen Situation der Förderlandschaft führten wir eine Umfrage in der Branche sowie Experteninterviews durch. Die Rückmeldungen gaben uns wertvolle Impulse für die Ausrichtung künftiger Innovationsthemen. Die Ergebnisse der Umfrage und Experteninterviews haben wir in einem Whitepaper zusammengefasst, was hier heruntergeladen werden kann:
Parallel lief die Hub:Disrupt. Dieses Jahr zm ersten Mal mit einer ganzen Themenwelt für Construction, welche wir zusammen mit Goldbeck und N+P Informationssysteme gestalteten. Im Ausstellungsbereich zeigten wir den Mini-Radlader, den wir gemeinsam mit der TUD-FMS im Projekt Fluid 4.0 entwickelt haben. Unser Use Case: herstellerunabhängiges CO2-Monitoring und die Anbindung an Datenräume – als technologische Antwort auf die CO2-Schattenpreis-Diskussion.
Der Technologie-Stack dahinter liest sich wie eine Wertschöpfungskette in Miniatur. Die Energiemessung im Radlader wird mit dem aktuellen Strommix am Standort in CO2-Äquivalente verrechnet. Das Ergebnis fließt in einem einheitlichen Format in eine Asset Administration Shell (AAS). Von dort geht es in den Datenraum des Smart Systems Hub, weiter über eine Datenraum-zu-Datenraum-Verbindung zu Construct-X und schließlich in das Baustellen-Dashboard von N+P Informationssysteme.
In der Labsession „Digitalization and Automation in Construction – how Data moves Machines and Improves Workflows“ füllte Benjamin Beck gemeinsam mit Björn Schuster von N+P den inhaltlichen Rahmen.
Donnerstag und Freitag waren der Fachtagung Baumaschinentechnik gewidmet, organisiert von der Professur für Baumaschinen der TU Dresden. Für uns ist diese Veranstaltung eine wichtige Vernetzungsplattform – die gesamte Baumaschinenbranche war vertreten. Wir steuerten drei Vorträge bei.
Am Donnerstag stellte Dr. Volker Waurich zusammen mit unserem Entwicklungspartner Eric Noke von der VIA IMC unsere Simulationssoftware PaveSim vor. Das Thema: „Bedienerassistenz und Automatisierung im Straßenbau durch Simulation des Asphalteinbauprozesses“. PaveSim berechnet die Temperaturverteilung beim Asphalteinbau und die Verdichtung dreidimensional – unter Berücksichtigung von Umgebungs- und Maschinendaten für landxml-basierte Streckenprofile. So lassen sich Einbaustrategien vorab simulieren. Über angebundene APIs wird darüber hinaus eine Echtzeit-Prozesssteuerung möglich – heute für bedienergeführte Maschinen, morgen für automatisierte Einbauzüge.
Außerdem fand noch das AutoRobXL Netzwerktreffen statt an dem wir beteiligt sind und indem nun nach Ende der Förderphase II die nächsten Schritte geplant werden.
Am Freitag folgte der Vortrag „Automated processing of the MiC-4.0-BUS database for message-formatting, code generation and residual bus simulation“, erneut von Volker Waurich. Wir zeigten, mit welchen Software-Artefakten sich die Konformität der MiC-4.0-Bus-Spezifikation automatisiert prüfen lässt. Außerdem sprachen wir offen über die verbleibenden Herausforderungen – in der Spezifikation ebenso wie im Test – und über den Beitrag, den Open-Source-Community-Ansätze dabei leisten.
Den Abschluss machte Benjamin Beck mit der „FVB-Zukunftsstudie – Forschungs- und Entwicklungsthemen der Bau- und Baumaschinenbranche“. Wir stellten die Ergebnisse einem breiteren Publikum vor als am Tag zuvor bei der FVB-Beiratssitzung und machten sichtbar, was die Branche mit Blick auf die nächsten fünf Jahre bewegt – Automatisierung und KI sind dabei DIE TOP Themen.
Eine äußerst ereignisreiche Woche geht damit zu Ende. Sie hat uns vor allem eines gezeigt: In der Branche herrscht gerade Aufbruchstimmung. Die Fachtagung war für uns wertvoll, um unser Netzwerk zu pflegen und auszubauen. Noch wertvoller war sie, um technologische Impulse zu setzen und Themen für die Baumaschinenbranche zu platzieren.
Mit diesen Eindrücken blicken wir zuversichtlich in die nächste Zeit. Jetzt gilt es, die Themen und Aufgaben auf die Strecke zu bringen.
Stay tuned.
KI-Nutzungs-Hinweis: Dieser Beitrag wurde bearbeitet unter Nutzung des KI-Sprachmodells DeepSeek-V4-Pro (Merlin), um eine einheitlich professionelle Ansprache auf unseren Kanälen sicherstellen zu können.
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Verfolgen Sie in Echtzeit, wie das CFLab in Görlitz – unser Testareal und Erprobungsökosystem – auf einer Fläche von 80.000 m2 Gestalt annimmt. Die Livekamera bietet Ihnen einen direkten Blick auf die Baustelle und zeigt die Fortschritte unseres Projekts. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.