Fluid 4.0 auf dem IFK in Aachen: Verwaltungsschalen in der Praxis 

Paul Lukas Remde präsentiert Fluid 4.0 beim IFK in Aachen: Wie Asset Administration Shells die Fluidtechnik digitalisieren. Einblicke vom Kolloquium.

Vom 9. bis 11. März 2026 fand das 15. Internationale Fluidtechnische Kolloquium (IFK) im Eurogress Aachen statt. Für mich war es eine besondere Gelegenheit: Ich durfte dort im Rahmen einer eigenen Session zu Fluid 4.0 unsere Arbeit vorstellen und mit Fachleuten aus aller Welt ins Gespräch kommen.

Fluidtechnik trifft Digitalisierung

Das IFK ist eine der zentralen wissenschaftlichen Veranstaltungen der Fluidtechnik Branche. 470 Teilnehmende aus 26 Ländern, 115 Vorträge, 25 Aussteller – die Zahlen sprechen für sich. Organisiert vom Institut für fluidtechnische Antriebe und Systeme (ifas) der RWTH Aachen, bot das Kolloquium ein breites Themenspektrum: von effizienten Komponenten über mobile Anwendungen bis hin zu KI und digitaler Transformation.

Für uns besonders spannend: Eine Session trug den Titel „Fluid 4.0″. Hier präsentierten wir gemeinsam mit Partnern, wie die Asset Administration Shell (AAS) die Fluidtechnik konkret voranbringen kann.

Unser Beitrag: Von der Komponentensuche bis zur Systementwicklung

Mein Vortrag trug den Titel „Digital fluid technology in the data space: From semantic component search to the development of mobile hydraulic systems using AAS“. Darin zeigte ich die Ansätze, mit denen man die Systemauslegung fluidtechnischer Maschinen mithilfe der Verwaltungsschale effizienter gestalten kann. Dabei ging es nicht nur um Theorie, sondern um echte Anwendungsfälle – die semantische Suche geeigneter Komponenten im Datenraumund die Erstellung eines Systemlayouts auf Basis der AAS.

Beeindruckend war die Vielfalt der Perspektiven in unserer Session. Fabian Geibel von Bosch Rexroth beleuchtete die Anwendung von Energiedaten mithilfe der Verwaltungsschale. Dr. Heiko Baum von FLUIDON zeigte, wie Systemsimulation und AAS zusammenspielen können. Barkha Sharma vom ifas widmete sich dem Thema semantischer Interoperabilität unter Ausnutzung von Large Language Models. Jeder Vortrag ergänzte die anderen – genau so funktioniert Standardisierung in der Praxis.

Demonstrator im Einsatz 

Am Stand der Professur für Fluid-Mechatronische Systemtechnik der TU Dresden hatten wir unseren Mini-Radlader aufgebaut. Dieser gemeinsame Demonstrator veranschaulicht, wie die Verwaltungsschale bei der Steuerungsparametrierung und Auslegung fluid-mechatronischer Systeme hilft. Es gab viel Interaktion und regen Austausch – die Reaktionen der Besuchenden waren durchweg positiv.

Die Abendveranstaltungen und Pausen boten die Möglichkeit für einen gemeinsamen Austausch. Dort entstanden wertvolle Gespräche über konkrete Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze. Die Vernetzung, das Feedback und der Austausch von Wissen und Erfahrungswerten unterstreichen den Wert dieser Veranstaltung.

Ausblick: IFK 2028 in Dresden 

Am letzten Tag kündigte das ifas das nächste IFK für 2028 an – und zwar in Dresden. Das freut uns besonders, denn so können wir die Entwicklungen von Fluid 4.0 direkt vor unserer Haustür präsentieren. Bis dahin werden wir auf unseren derzeitigen Entwicklungen weiter aufbauen.

Mein Fazit: Das IFK hat gezeigt, dass die Digitalisierung eine hohe Priorität innerhalb der Fluidtechnik hat. Die Fragen waren konkret, das Interesse groß. Jetzt gilt es, die Standards weiterzuentwickeln und in die Breite zu tragen. Mit unseren Partnern im Fluid 4.0-Konsortium sind wir dafür gut aufgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt Fluid 4.0 finden Sie unter: https://fluid40.de/ 

Förderhinweis: Fluid 4.0 wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Programm „Digitalisierung der Zuliefer- und Fahrzeugindustrie“ (Kopa 35c A2). Projektträger ist das VDI Technologiezentrum. 

 

KI-Nutzungs Hinweis: Dieser Beitrag wurde bearbeitet unter Nutzung des KI-Sprachmodells Claude 3.5 Sonnet, um eine einheitlich professionelle Ansprache auf unseren Kanälen sicherstellen zu können. 

Live-Einblick in den Bau­fortschritt

Verfolgen Sie in Echtzeit, wie das CFLab in Görlitz – unser Testareal und Erprobungsökosystem – auf einer Fläche von 80.000 m2 Gestalt annimmt. Die Livekamera bietet Ihnen einen direkten Blick auf die Baustelle und zeigt die Fortschritte unseres Projekts. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.