Das Construction Future Lab startet gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar, Professur für Baubetrieb und Bauverfahren, das neue Forschungsprojekt „BIM – INLEA: BIM für Infrastruktur, Leistungsbilder, Ergänzungen und Attributsysteme“. Ziel des Vorhabens ist es, zentrale Grundlagen für eine sachgerechte Beschreibung, Ausschreibung und Bewertung von BIM-Leistungen – also digital unterstützten Planungs- und Koordinationsleistungen im Infrastrukturbau – zu erarbeiten und damit einen Beitrag zur Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) 202X zu leisten.
Das Projekt wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 199.995€ Euro durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert.

BIM-INLEA (Quelle: https://bit.ly/47eCnNb. https://bit.ly/4nC3fvy. ©CFLab)
In den kommenden 18 Monaten untersucht das Projektteam, wie bestehende Lücken in den Gutachten zur HOAI-Novellierung im Themenfeld BIM im Infrastrukturbau geschlossen werden können. Gleichzeitig sollen Auftraggeber in die Lage versetzt werden, grund- und besondere BIM-Leistungen fachlich belastbar auszuschreiben und deren Kostenauswirkungen vorab zu bewerten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie BIM-Leistungen maschinenlesbar ausgeschrieben werden können, um Prozesse zu standardisieren, zu beschleunigen und die Qualität der Vergaben zu erhöhen.
Grundlage bildet die statistische Auswertung von Realprojekten der Projektpartner zur Erhebung von regelmäßigen Leistungen, Honoraren und kostenrelevanten Faktoren der BIM-Methode – darunter LOI, LOG, AWF und die Anzahl der Fachmodelle. Ergänzend werden Interviews mit Projektbeteiligten, Expertinnen und Experten sowie Personen aus den Fachgremien der HOAI-Novellierung durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in Empfehlungen zur Honorarzoneneinteilung und zur Fortschreibung der HOAI ein. Die maschinenlesbaren Ausschreibungsmöglichkeiten werden zudem anhand von Praxisbeispielen validiert.
Möglich wird das Projekt durch das Engagement von Mitarbeitenden aus dem Fernstraßen-Bundesamt, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen sowie der Autobahn GmbH des Bundes, die ihre Zeit und Projektdaten aus abgeschlossenen BIM-Projekten vertraulich zur Verfügung stellen.
Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMV datenbasierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die digitale und vernetzte Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf der Mobilithek. Weitere Informationen finden Sie unter mFUND und daten.plus.
Lisa Schlund M. Sc.
Telefon: +49 157 80505101
E-Mail: lisa.schlund@cflab.de



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