Neuer Zuwachs auf unserer Forschungs- und Laborbaustelle: Liebherr R 922 Raupenbagger 

Zweite große Tiefbaumaschine am CFLab.

Unser Maschinenpark ist gewachsen – und damit auch die Möglichkeiten für praxisnahe Forschung im Tiefbau. Seit dieser Woche gehört ein Liebherr R 922 Raupenbagger mit Verstellausleger zu unserer Forschungs- und Laborbaustelle. Als Schlüsselmaschine auf nahezu jeder Tiefbaustelle ist der Bagger ein konsequenter nächster Schritt, um Innovationen dort zu entwickeln und zu testen, wo sie später wirken sollen: im realen Baustellenprozess.  

Der Bagger ist in der Branche häufig das erste Demonstrationsobjekt für Digitalisierungs- und Automatisierungstechnologien. Diese Vorreiterrolle kommt nicht von ungefähr: Kaum eine andere Maschine vereint so viele unterschiedliche Arbeitsaufgaben, Schnittstellen und Sicherheitsanforderungen – ideale Bedingungen, um neue Assistenz- und Automatisierungslösungen iterativ zu erproben und belastbar zu validieren. 

Fokus: Durchgängige, digitale Prozesskette und automatisierte Arbeitsabläufe 

Im Zentrum unserer Entwicklungsarbeiten steht eine durchgängige, digitale und modellbasierte Prozesskette im Tiefbau. Ziel ist es, Arbeitsprozesse nicht nur punktuell zu automatisieren, sondern sie end-to-end konsistent zu planen, auszuführen, zu dokumentieren und auszuwerten. Der R 922 dient dabei als Demonstrator, um Technologien unter realistischen Randbedingungen zu integrieren – von der Datenbasis bis zur Maschineninteraktion.

Entwicklungsfelder: HMI, 3D-Maschinensteuerung, Teleoperation und Arbeitssicherheit 

Mit dem neuen Bagger adressieren wir eine ganze Bandbreite an Themen, die für die Baustelle der Zukunft zentral sind:  

  • HMI (Human-Machine Interface): intuitive, robuste Bedienkonzepte für komplexe Assistenzfunktionen  
  • 3D-Maschinensteuerung: modellbasiertes Arbeiten für Präzision, Produktivität und Qualitätssicherung  
  • Teleoperation: sichere, effiziente Fernbedienung und Remote-Unterstützung in anspruchsvollen Situationen  
  • Arbeitssicherheit: Assistenzsysteme zur Risikominimierung im Mensch-Maschine-Umfeld 

Gerade das Zusammenspiel dieser Bereiche ist entscheidend: Automatisierung muss bedienbar, nachvollziehbar und sicher sein – und sie muss sich nahtlos in Baustellenabläufe integrieren lassen. Der R 922 schafft dafür eine praxisnahe Plattform, auf der wir Methoden, Prototypen und Systemketten sichtbar demonstrieren können.

Interesse an Assistenzsystemen für die Baustelle? 

Wenn Sie maßgeschneiderte Assistenzsysteme oder Entwicklungsunterstützung rund um Digitalisierung, Automatisierung und sichere Maschineninteraktion suchen, freuen wir uns auf den Austausch. Kontaktieren Sie uns gerne – wir diskutieren Anforderungen, Anwendungsfälle und mögliche Projektformate. 

Live-Einblick in den Bau­fortschritt

Verfolgen Sie in Echtzeit, wie das CFLab in Görlitz – unser Testareal und Erprobungsökosystem – auf einer Fläche von 80.000 m2 Gestalt annimmt. Die Livekamera bietet Ihnen einen direkten Blick auf die Baustelle und zeigt die Fortschritte unseres Projekts. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.