Am 29. und 30. Oktober 2025 fand in Darmstadt der mittlerweile fünfte Hackathon im Rahmen des Verbundsforschungsprojekts Fluid 4.0 statt. Organisiert von der :em engineering methods AG, stand die Überführung vorhandener Basistechnologien in konkrete Anwendungsszenarien im Mittelpunkt. Inhaltlich knüpfte der Hackathon an die Ergebnisse der vorangegangenen Veranstaltungen in Dresden und Lohr am Main an – mit einem klaren Fokus auf Automatisierung und Sicherheit im digitalen Datenraum.
Die Personenerkennung mit Hilfe von so genannter Künstlicher Intelligenz ist dafür eine wichtige Technologie, um die Umgebung von großen Baumaschinen sicherer zu machen. KI-basierte Objekterkennungsalgorithmen sind äußerst leistungsfähig und können Erkennen, ob sich im Kamerabild eine Person befindet. Doch wie zuverlässig können Personen auf der Baustelle erkannt werden? KI-basierte Objekterkennungsalgorithmen basieren auf künstlichen, neuronalen Netzen, welche so komplex sind, dass ihr Verhalten nicht nachvollziehbar ist. In einem einjährigen Projekt im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sind wir der Frage nachgegangen, wie zuverlässig KI-basierte Objekterkennungsalgorithmen funktionieren und vor allem, wann Sie nicht mehr funktionieren.
Der dritte Hackathon wurde im Smart Systems Hub in Dresden veranstaltet – im Rahmen des „Global Thin[gk]athon Manufacturing-X“ am 10. und 11. Juni 2025.
Challenge: Mission Datenraum – Komponenten auf Knopfdruck finden
Ziel war die Entwicklung einer semantischen Suche, mit der Komponenten im vernetzten Datenraum automatisiert auffindbar werden.
Ein Beispiel: Mit einer Serveranfrage sollten alle Verwaltungsschalen von Pumpen abgerufen werden, die ein Verdrängungsvolumen von mehr als 100 cm³ besitzen.
Ergebnis: Eine funktionsfähige Client-Anwendung mit User Interface entstand, über die Parameter definiert und passende Schalen direkt vom Server abgefragt werden können.
Der vierte Hackathon fand am 26. und 27. August 2025 in Lohr am Main bei Bosch Rexroth statt.
Challenges:
Umgesetzt wurden:
Im aktuellen Hackathon rückten zwei neue Schwerpunkte in den Mittelpunkt:
Ziel war die automatisierte Generierung und Parametrierung eines Simulationsmodells auf Basis der Verwaltungsschale. Parallel dazu wurden Zugriffsregeln für die Suche nach Komponenten integriert – eine direkte Weiterentwicklung der semantischen Suche aus Hackathon 3.
Aufbauend auf der Verwaltungsschale des hydraulischen Systems aus Hackathon 4 entstand ein voll funktionsfähiges, parametrisiertes Simulationsmodell eines ventilgesteuerten Zylinderantriebs. Die Kombination aus Query-Language, semantischer Suche und AAS Security bildete die Grundlage für die Umsetzung des MX-Ports „Leo“.
Ein herzlicher Dank geht an alle beteiligten Partner – insbesondere den Smart Systems Hub, Bosch Rexroth und die :em engineering methods AG – deren Engagement die Durchführung der Hackathon-Reihe ermöglicht hat.
Das Verbundsforschungsprojekt Fluid 4.0 zeigt einmal mehr, wie sich digitale Verwaltungsschalen, vernetzte Datenräume und Simulationstechnologien zu praxistauglichen Lösungen verbinden lassen – Schritt für Schritt, Hackathon für Hackathon.
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Verfolgen Sie in Echtzeit, wie das CFLab in Görlitz – unser Testareal und Erprobungsökosystem – auf einer Fläche von 80.000 m2 Gestalt annimmt. Die Livekamera bietet Ihnen einen direkten Blick auf die Baustelle und zeigt die Fortschritte unseres Projekts. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.